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Wovon erzählt ein Buch, das „tot. lieben“ heißt? Vom Lieben und Sterben sind die Literaturen voll, doch geht die Liebe nicht dem Tod voraus? In diesem Roman kehrt Siegmund Kleinl nicht nur diese scheinbar festgefügte Abfolge um: Totes wird lebendig, Vergangenes gegenwärtig, die Trennlinien verschwimmen, auch zwischen Reflexion und Erlebnis. Parzival, der „reine Tor“ aus dem mittelalterlichen Epos, stellt sich immer wieder ein und seine entscheidenden Fragen folgen den Antworten; eine entsprechende Tafelrunde tritt aus dem Szenario der burgenländischen Heimatgefilde des Autors hervor. Seinen beruflichen Weg und künstlerischen Werdegang – manchmal in Parallelführung, manchmal in Widerstreit – beleuchtet Siegmund Kleinl akribisch mit allen Abzweigungen und vielfältigen Verästelungen, was zu unzähligen Geschichten über Dorfkindheit, Familie und Freundschaft, Schicksal und Welterfahrung führt, verbunden durch die erzählerische Potenz eines Ichs, das sich seiner Existenz in einer zweifelträchtigen Welt vergewissert.