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Mein Burgenland. Eine poetische Vermessung öffnet einen persönlichen Blick auf das „stille Land“, wie Traude Veran einmal die (süd)burgenländische Landschaft beschrieb. Mit liebevoller Aufmerksamkeit wendet sie sich Land und Menschen, Arbeit und Alltag, Sprache und Geschichte zu – als eine, die gegangen ist und doch geblieben. In klarer und achtsamer Sprache vermisst sie eine Welt, die sie kennt, und zugleich eine, die verschwindet. Ihre Gedichte bewahren Momente von Stille und Zuwendung, kleine Beobachtungen aus dem alltäglichen Leben, Gesten und Erinnerungen. Sie zeigen, dass auch in üchtigen Momenten etwas Gültiges, Bleibendes liegen kann.
Nur früh am Morgen / wenn ich in der Küche sitz / und ist noch keiner / der was will von mir / dann weiß ich / dass du tot bist // Ich sitz / und rühr und rühr in meinem Tee / und du bist tot
Aus: Mein Burgenland