Mendelssohn de Peter

 

Peter de Mendelssohn (1908-1982) wuchs als Sohn eines Goldschmieds in der Künstlersiedlung Dresden-Hellerau auf. Nach dem Abitur begann er seine berufliche Laufbahn als Journalist. 1929 schrieb er seinen ersten Roman „Fertig mit Berlin“ (1930). In Wien lernte er 1934 seine spätere Frau Hilde Spiel kennen. Im Exil in London wurde er Korrespondent des „Prager Tagblatts“ und des Brünner „Lidove Noviny“ und kaufte die Nachrichtenagentur „Exchange Telegraph“. 1941 nahm er die britische Staatsbürgerschaft an. Hier entstanden seine beiden ersten englischsprachigen Romane, „All That Matters“ und „Across the Dark River“. Thema des letzten war die Judenverfolgung. Während des 2. Weltkrieges arbeitete Peter de Mendelssohn in der Zentrale für psychologische Kriegsführung der britisch-amerikanischen „Supreme Headquarters Allied Expeditionary Forces“ zunächst in London und Paris. Später bereiste er die westlichen Besatzungszonen Deutschlands und Österreichs. Sein Auftrag war es Kontakte zu Schriftstellern und Presseleuten herzustellen. 1970 kehrte er nach München zurück, wo er bis zu seinem Tode lebte. Er wurde in den 70ern als Thomas-Mann-Biograf und Herausgeber von dessen Tagebüchern bekannt.